Index
Die Märkte
Das Jahr 2025 endete trotz Phasen erhöhter Volatilität und häufiger Rotationen zwischen Sektoren und geografischen Regionen insgesamt positiv für die Finanzmärkte. Nach einem eher unsicheren Jahresbeginn trugen die Entwicklungen im makroökonomischen Umfeld sowie die allmähliche Anpassung der geldpolitischen Ausrichtung der wichtigsten Zentralbanken dazu bei, das Gesamtbild klarer zu gestalten, sodass die Märkte die im Jahresverlauf aufgetretenen Unsicherheiten besser verarbeiten konnten.
In den Vereinigten Staaten verzeichneten die wichtigsten Aktienindizes solide zweistellige Zuwächse. Der S&P 500 schloss das Jahr mit einem Plus von 16,4 %, der Nasdaq 100 mit 20,2 % und der Dow Jones mit 13,0 %. Diese Entwicklung wurde durch stabile Unternehmensgewinne sowie die Erwartung einer allmählichen Lockerung der Geldpolitik durch die Federal Reserve gestützt, die nach einem langen restriktiven Zyklus im Laufe des Jahres mit Zinssenkungen begann. Im Dezember zeigten die US-Märkte moderatere Kursbewegungen als in den Vormonaten, was eine natürliche Konsolidierungsphase nach den kräftigen Kursanstiegen im Jahresverlauf widerspiegelte.
In Europa war das Jahr 2025 besonders positiv. Der Euro Stoxx 50 schloss das Jahr mit einem Zuwachs von 18,9 %, während einige nationale Märkte noch stärkere Ergebnisse erzielten. Der deutsche DAX verzeichnete einen Anstieg von 23,0 % und der italienische FTSE MIB von 31,5 %, getragen von der Stärke zyklischer und finanzieller Sektoren sowie unterstützt durch die schrittweise Lockerung der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank. Auch der Schweizer Markt beendete das Jahr positiv: Der SMI legte um 14,4 % zu, gestützt durch defensive und pharmazeutische Sektoren.
In der Region Asien-Pazifik fiel die Marktentwicklung uneinheitlicher aus, war auf Jahresbasis jedoch insgesamt konstruktiv. Der Nikkei 225 stieg um 26,2 %, unterstützt durch die Schwäche des Yen und die soliden Ergebnisse exportorientierter Unternehmen. Die chinesischen Märkte zeigten Anzeichen einer Erholung: Der CSI 300 legte um 17,7 % zu, während der Hang Seng das Jahr mit einem Plus von 27,8 % abschloss, wenngleich weiterhin volatiler als andere Regionen.
Im Rohstoffsektor bestätigte Gold seine Rolle als Diversifizierungsinstrument und schloss das Jahr bei 4.319 USD je Unze, was einem Anstieg von rund 65 % entspricht. Öl hingegen beendete das Jahr 2025 mit einem Rückgang von 20 %, was auf eine moderatere globale Nachfrage zurückzuführen ist.
Am Devisenmarkt trug die Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar dazu bei, die Performance der europäischen Märkte in lokaler Währung zu unterstützen.
Der Kryptowährungssektor erlebte ein komplexeres Jahr. Bitcoin schloss 2025 trotz des Halving-Ereignisses im negativen Bereich, im Einklang mit Konsolidierungsphasen, die historisch auf solche Ereignisse folgten.
Die Wirtschaft
Im Dezember zeigte das makroökonomische Bild Anzeichen einer allmählichen Normalisierung: Die Inflation verlangsamte sich, während die Wirtschaftstätigkeit in den wichtigsten Industrieländern robust blieb. In den Vereinigten Staaten bestätigten die verfügbaren Daten eine graduelle Abkühlung der Wirtschaft, ohne Anzeichen einer ausgeprägten Verschlechterung.
Die Geldpolitik blieb ein zentraler Faktor des wirtschaftlichen Umfelds. Im Jahr 2025 leitete die Federal Reserve einen Zinssenkungszyklus ein, während die Europäische Zentralbank und die Schweizerische Nationalbank eine akkommodierendere Haltung einnahmen. Die Bank of Japan hingegen bewegte sich gegen den Trend und hob die Zinsen erstmals seit Jahrzehnten an. Diese Divergenz der geldpolitischen Ausrichtungen spiegelt Unterschiede in den Konjunkturzyklen wider und trägt zu einem komplexeren globalen Umfeld bei.
Vor diesem Hintergrund blieben die finanziellen Rahmenbedingungen günstig. Die Kreditspreads verharrten auf historisch niedrigen Niveaus, gestützt durch eine starke Nachfrage der Anleger über weite Teile des Jahres. Die Markterwartungen verlagerten sich schrittweise in Richtung einer Normalisierung im Jahr 2026, wobei der Fokus auf Inflation, Wachstum und Finanzstabilität lag.
Geopolitik
Auf europäischer Ebene dauert der Konflikt in der Ukraine ohne konkrete Anzeichen einer Deeskalation an und bleibt ein Faktor der Instabilität für die regionale Sicherheit und die Energiedynamik. Das Ausbleiben bedeutender diplomatischer Fortschritte hält das Maß an Unsicherheit hoch und trägt dazu bei, dass geopolitische Risiken ein Bestandteil des makroökonomischen Umfelds bleiben.
Gleichzeitig kam es Anfang 2026 zu einer deutlichen Eskalation in Lateinamerika, als eine US-Militäroperation in Venezuela zur Festnahme von Präsident Nicolás Maduro führte. Der Vorfall löste starke internationale Reaktionen aus, darunter Kritik von Russland, China und den Vereinten Nationen, und verschärfte die Spannungen zwischen den Großmächten. Insgesamt bestätigen diese Entwicklungen, dass das geopolitische Umfeld komplex und multilateral ist und die Wahrnehmung globaler Risiken beeinflusst.
Schlussfolgerungen
Wir schließen das Jahr 2025 mit einer übergewichteten Aktienkomponente und einer leicht übergewichteten Position in Gold ab. Im Anleihensegment verfolgen wir weiterhin einen selektiven und vorsichtigen Ansatz, der mit einem Szenario einer allmählichen Normalisierung der Zinsen im Einklang steht und weiterhin mit Unsicherheiten verbunden ist. Die Liquidität wird so gesteuert, dass die operative Flexibilität erhalten bleibt. Geografisch behalten wir eine insgesamt neutrale Positionierung über die verschiedenen Regionen hinweg bei, im Einklang mit den Signalen unseres Modells.
Der Monat war geprägt von häufigen Richtungswechseln und anhaltend hoher Volatilität. Die Märkte werden täglich beobachtet und das Portfolio regelmäßig angepasst, um eine Positionierung sicherzustellen, die dem sich wandelnden Umfeld entspricht. Die ausgewiesene Asset-Allokation stellt eine Momentaufnahme zum Monatsende dar.
Da sich 2026 aus politischer, monetärer und makroökonomischer Sicht als komplexes Jahr abzeichnet, bleibt der Managementansatz auf Flexibilität und Anpassungsfähigkeit ausgerichtet.
Allocation
Liquidity

Bonds

Equity

Precious metals & Commodities

Geo-tactical allocation
Switzerland

Western Europe ex Switzerland

North America

Latin America

Asia Pacific

Top sectors
- Information Technology
- Health Care
- Consumer Discretionary
Market data (daten am 31.12.2025)




Event calendar


Legend
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CPI: Consumer Price Index GDP: Gross Domestic Product FOMC: Federal Open Market Commitee BOJ: Bank of Japan |
FED: Federal Reserve System EIB: European Investment Bank BOE: Bank of England SNB: Swiss National Bank |
ZEW: Zentrum für Europeische Wirtschaftsforschung (Center for European Economic Research) YoY: Year on Year MoM: Month on Month |
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